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Johann Heinrich Gottlob von Justi ... vollständige Abhandlung von den Manufacturen und Fabriken. Erster [- zweyter] Theil
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Von Leinwandmanufacturen.

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und unreines in sich haben, sondern vollkommen klarseyn muß. Diese sauge wird bis zum Kochen heißgemacht, und also siedend über die in einem Gefäßebreit eingeschichtete Leinwand gegossen. In dieserBeizebleibet die Leinwand drey bis vier Tage stehen. Als-denn wird sie herausgenommen; die Lauge, wonnneN st«eingeheizet gewesen ist, wird abermals warm gewacht,und die Leinwand in dieser Lauge mit brauner Seife sehrwohl gewaschen. Man spület sie sodann sehr rein aus,Und walket sie mit Buttermilch, oder saute? Milch, aneinigen OkkeN Waeke genannt. Auf großen Bleichenhat man hierzu eigene Maschinen; bey weniger Bleicheaber ist es zureichend, wenn man die Leinwand in einemGefäße mit einer hölzernen Keule stampfet. Nachdemdie Leinwand also bearbeitet ist; so wird sie acht Tageauf die Bleiche gebracht, Und so oft mit Wasser bene-tzet, als sie trocken wird« Nach acht Tagen wird die Lein.wand abermals in eine heiße Lauge von Waidasche vierund zwanzig Stunden eingeweichet, darauf mit bräunetSeife gewaschen, kein ausgespület Und mit BUtter-bder saurer Milch gewaltet; und sodaNN abermals achtTage der Bleiche ausgesetzet; da sie deNn wiederum aufeben diese Art eingeweichet, gewaschen Und gewaltetwird; und dieses wird so oft wiederholet, bis die Lein-wand diejenige vollkommene Weiße erlanget hat, welcheman an der hollänv, Leinwand so hoch schätzet, Unter-dessen wird, nachder ersten Beize, das Einweichen, Wa-scheu und Walken selten über dreymal wiederholet *),

Matt

*) Das Bleichen leidet verschiedene Veränderungen, bisman leicht verstehen nnd beurtheilen wird, wenn Watt