Von Ainwandmanufamm,,. ioi
sieben Viertel bis zwey Ellen breit ist, allemal zwei)und vierzig Ellen im Stück halten soll, so wie einsechs Viertel breites Stück sechzig Ellen, und ein fünfViertel breites zwey und sechzig Ellen Länge habenmuß. Die sogenannten Weben aber von zwey undsiebenzig Ellen sollen sechs und ei» halb Viertel Breitehaben. Eben die vorhin erwähn sogenannte Platillewird auch in Schlesien stark verfertiget, von da sie nachHamburg gehet, die sie häufig nach Spanien verführen.
Eine andere Art schlefische Leinwand ist die Hollandille,welches eine geglanzete Leinwand sowohl von weißer,als allen andeni Farben, und allen Graden der Güteund Feine ist, die in ganz Europa und selbst in Frank-reich einen sehr starken Absatz findet. Sie liegt gemei-niglich in Stücken von zehen pariser Ellen Länge undzwey Drittel Breite. Unterdessen hat man angefan-gen, sie in Frankreich nachzumachen, obgleich die Nach-ahmung nicht völlig gelungen ist.
In den übrigen teutschen Landen sind die Lein- Von denwandmanufacturen in Westphalen am blühendesten, westphäli-Es ist dieses eine der hauptsächlichsten Nahrungsartenin diesem Lande, und fast alle Städte und Gegenden be- teutschenschäftigen sich damit. Allein das stärkste Gewerbe da- Lemwand-mit wird zu Bielefeld*) und Wahrendorf getrieben, woman es sowohl in der Feine, als in der Schönheit derBleiche, am weitesten gebracht hat, so, daß die Lein-wand dieser beyden Städte einer holländischen nicht
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*) Au Dielefeld, in der GregMoftÄuiveusbera. werden jetztjährlich ungefähr -;4, 400 Älen Leinen gebleicht.