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Johann Heinrich Gottlob von Justi ... vollständige Abhandlung von den Manufacturen und Fabriken. Erster [- zweyter] Theil
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110
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Von demZustand

dieser Ma-nufacturenin Teutsch-lnnd.

iio H. Abtheil. I^Abschn. Hk.Hauptst.

zwey Dutzend Servietten von einerley Muster- oderFacon in ein Paquet zusammen gemacht sind.

In Teutschland sind diese Manufacturen gleich-falls in einem sehr blühenden Zustande. Es ist viel-leicht keine Provinz und Gegend in ganz Teutschland-wo man nicht die leinenen Damaste und gemodeltenZwilliche sehr schon verfertigt. Allein in den mei-sten Landern geschiehet es nur zu dem eignen Gebrauchdes Landes und nicht vor die auswärtigen CommerciemIn Westphalen und Schwaben hingegen befleißigetman sich schon starker daraus; noch häufiger aber inSchlesien, wo diese Manufacturen in einem sehr blü-henden Zustande sind. Unter den sogenannten bres-lauer Ballen, die stark in die Commercien gehen, sinddie Zwillichballen bekaiint, darunter man denjenigen-die von gezogener Arbeit sind, den Namen der nie-derländischen Ballen beygeleget hat. Die leinenenDamaste aber, und insonderheit die Tafelzeuge, werdenin den georgischen Kreisen, und vornehmlich zuGreifcnberg, i» solcher Vollkommenheit verfertiget, alskaum in den Niederlanden und Frankreich geschiehet.Man macht daselbst Tafeltücher fünf bis sechs Ellenbreit, in welchen die schönsten Figuren, Landschaftenund Wapen gewebet sind, wenn solches bestellet wirkWas aber die Menge dieser Manufacturen anbetrifft,so hak Sachsen vor dem jetzigen Kriege dennoch denVorzug behauptet. DieOberlausitz, und insonderheitdie Gegend um Zittau, wimmelt gleichsam vonDamast.Webern. Man hat vor dem jetzigen Kriege in einemeinzigen Dorfe, Großschönau genannt, auf tausend

Damast-