ii2 Il.Abth. H.Abschn. M.Hauptst. Vonrc.
vergrößern können. Die Maaßregeln, diese Art vonManufacturen zu etabliren und in Flor zu bringen, sindgar keinen Schwierigkeiten unterworfen. Man darfnur einem jeden Damast- und Zwillichweber zu seinemEtablissement einen Stuhl ohnentgeldlich anschaffen,und ihm eine gänzliche Freyheit von allen Abgaben be-willigen; so werden sich eine Menge einstndsn, um dieseWohlthaten zu genießen *). An denjenigen Orten,wo dergleichen Weber in Menge sind, ist das Etablis-sement vor einen neuen Anfänger immer schwerer; undselbst unter den schon etablirten Meistern finden sich im-mer nicht wenige, welche zur Veränderung Lust haben;zumal, wenn ihre Landesobrigkeit so unverständig ist,dergleichen Leute mit Kopf- und Nahrungsgeldern zubeschweren, die ihnen bey ihrem gemeiniglich genau zu-geschnittenen Verdienst sehr empfindlich fallen, so leid-lich sie auch an sich selbst find. Wenn nun die Regie-rung zugleich Leute aufmuntert, daß sie Verleger indergleichen Manufacturen abgeben, lind die Ausführebefördert; so wird es ihr gewiß nicht fehlen, derglei-chen Manufacturen in Flor zu bringen.
*) Ich zweifle sehr., daß dieses Mittel hinlänglich seyn wer-de , Damastweber in Menge zu erhalten. Wenn es ander Spinncrey nicht fehlt, so muß wohl zuerst daraufgedacht werden, wie man den Webern Garn, Abnehmerihrer Waare oder Verleger verschaffen könne. Diese Leu-te, deren Verdienst nicht reichlich ist, können selten Garnankaufen, und wenn sie auch dazu Rath finden, so müs-sen sie die fertigen Stücke gleich verkaufen können, unddazu ist die Gelegenheit nicht allemal. Auf Bestellun-gen der Privatpersonen können sie auch nicht warten.
Dritter