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Johann Heinrich Gottlob von Justi ... vollständige Abhandlung von den Manufacturen und Fabriken. Erster [- zweyter] Theil
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121
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Von Baumwollenmanufacturen. rsr

Die Spinnerey der Baumwollenmanufacturen Die Ein,verursachet gleichfalls nicht die geringste Schwierigkeit, führmrgDas ist eine Sache, die fast jede Weibeöperson ohne fik^allen Unterricht lernet. Das Landvolk gewöhnet sich der kein«auch bald dazu, wenn nur Anfangs ein gutes Spin- Schwie»nerlohn bezahlet wird, daß die Leute mehr dabey ver> * ^dienen, als bey ihrem zeitherigen Spinnen oder Stri-cken , als welches nothwendig seyn muß, wenn dieLeute zum Spinnen in Menge angereizet werden sollen;und die Regierung muß hier durch ihren Zuschuß dieAnfangs erforderlichen größer» Kosten tragen helfen,davon ich in dem ersten Theil ausführlich gehandelthabe. Man hat in Nieder- Oesterreich seit dreyßigJahren zwey Baumwollenmanufacturen von einemüberaus großen Umfange angeleget; diese sind dieCatkunfahpik auf der Schwechat, und eine Hals, undSchnupftücherfabrik, davon jede vielleicht zehrn tau-send Leute hat, die vor sie spinnen; indem die Cattun,fabrik allein mehr als fünfhundert Weber ernähret.

Eine jede Fabrik hat einen Strich von sechs bis achtMeilen, in welchem die Landleute vor sie spinnen. Allein

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im Treibhaus« erhalten hat, und dieß würde im Großenzu kostbar werden; wenn nicht etwa solche Anstalten, alsman beym Tabacke braucht, hinlänglich seyn sollten, wor-über mir keine Erfahrungen bekannt sind. Daß Paum-wolle in Ungarn gut gcräth, ist gewiß. Um Orenburgin Sibirien, wo die Polhöhe 5> Gr. 46 Min. ist, hatdie Krone Versuche im Großen anstellen lassen, aber,obgleich die Pflanzen gut aufgewachsen sind, so habendoch die Saamenkapseln mit ihrer Wolle noch nicht MReife kommen wollen.