Von Baumwollenmanufatturen. rrz
Eben so wenig Schwierigkeit findet das Weben Da« De-bey den Baumwollenmanufatturen. Ein jeder Leine.
Weber ist dazu geschickt; weil die meisten Arten der keineBaumwollenmanufatturen nicht anders, als Leinwand, Schnur«gewebet werden. Er bedarf nur ein wenig Unterricht,waö vor Garn zum Aufzug, oder zur Kette, und wel-cheS zum Eintrag nöthig ist, lind was vorVorsichten undHandgriffe nöthig find, um das Reißen des baumwol-lenen Games zu verhindern; so ist er dazu geschickt.
Die Erfahrung hat auch dieses genugsam bestätiget.
Man hat in Oesterreich und andern Landen die Leine-Weber ohne große-Schwierigkeit in Cattun- Canefas-,und andere Baunuvolkenweber verwandeln sehen *).
Die Baumwollenmanufatturen müssen natürlicher Einchel-Weise desto leichter einzuführen seyn, da m Ansehungder natürlichen Weiße der Baumwolle die Bleiche der in zweyZeuge weit weniger Mühe und Wissenschaft erfordert, Haupt-
als
*) Zur Bestätigung w.-kl ich folgende Zeilen au« H. HahnsAbhandlung hinzuschreiben: Die baumwollenen Waaren,von der Daumseide an, bi« zum Schlcyer und Manche-fier hinauf, sind eine Leinenweber Arbeit, und ein gro-ßer Theil dieser Waaren hak so gar eine leinene Kette.
Ein jede« Bauermadchen, da« Leinen webt, kann ver-schiedene baumwollene Waaren, wenn gleich der Zettelbaumwollene« Garn ist, ohne vielen Unterricht wstrken,
»nd die bey diesen Waaren vor dem Weben vorhergehen-den Vorrichtungen und Bearbeitungen der Baumwolle,sind so wenig und einfach, daß sie ein Dorfleinewebersämmtlich durch seine Familie und Hausgenossen verrich-ten lassen kann. Eine Anweisung von einer Stunde isthinreichend gewesen, die Leineweber aus den Dörfernum Hameln in den Stand zu setzen, Cattun zu weben,