Von Cattunmanufacturen. 12z
beyderley Gewebe und dem damals noch nicht genug,sam bekannten Unterschied beyzumesscn. Denn In.dien erzeuget ganz und gar keinen Flachs; und derBoden sowohl, äl> die dasige große Hihe, sind auchdazu keineSwegeö geschickt. Die Meisten Cattune,welche in die europäische Handlung gehen, werden indem Reiche des großen Mogols und insonderheit inden Königreichen Bengala und Golconda, wie auchauf der Küste von Koromanöel, verfertiget; wie dennauch diese Manusactur in Sina in großem Flor ist.
Man kann die Cattune in zwey HauptclasseN ein. Eimher.theilen. Man läßt sie entweder weiß, oder man giebtihnen allerley Farben. Die Mousteline oder Nessel.tücher sind eigentlich nichts, als weiße Cattune. Un-terdessen pfleget man dennoch auch in der Handlungweiße Cattune von Mousselinen oder Nestektüchern ZUunterscheiden; obgleich der Unterschied vielleicht wenigWesentliches zum Grunde hat; eö sey denn, daß bisweißen Cattune etwas dichter gewebet sind, als ditMousteline oder Nesteitücher. In der Zubereitunghingegen bemerket man den Unterschied, daß dasjenige,was Man insbesondere weißen CattuN Nennet, vielglättet auf beyden Seiten ist, als das Nesteltuch, alswelches allemal eine gewisse Art der Rauhigkeit, dieaber dem Werthe und Ansehen dieser ManufactuvNichts benimmt, auf seiner Oberfläche hat*); weS«
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*) Don dieser Rauhigkeit hat das Nesseltüch dem stanzösi«scheu Namen k^loullelinc erhalten, weil es nämlich miteinem feinen Moose smouüe) bedeckt z» seyn scheint.
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