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Johann Heinrich Gottlob von Justi ... vollständige Abhandlung von den Manufacturen und Fabriken. Erster [- zweyter] Theil
Entstehung
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Von andern Banniwollenmannfacturen. 145

lich in den großen Streifen oder Barren wiederzarte Streifen haben. Die Streifen entstehen durchgezwirnte Fäden, die in dem Aufzug genommen wer«den. Einige Weber bedienen sich zu diesen erhabenenStreifen eines hänfenen, oder groben flächsenen Gar-nes. Allein das ist ein Betrug, der in guten Manu-facturreglementö ernstlich verboten werden soll "). Zsidiefen gestreiften Kanefassen muß man auch die gewür-felten, geäugelten und auf verschiedene andre Arten fa-conirten Kanefasse Rechnen, die sonderlich in Indienstark im Gebrauch sind, sind weiche daher entstehen,daß auch in dem Einschlage bald einfaches, bald ge-zwirntes Garn nach Beschaffenheit des Musters ein-gewebet wird. Die zweyte Hauptclaffe sind die gekö-perten Kanefasse, die, wie eine Sarge oder anderergekreuzter Zeug/ mit vier Schemeln gewebet, und da-durch ungleich dichter, als ein leinwandartiges Zeug,werden, das Nur mit zwey Schemeln gewebet wird.Die dritte Elaste endlich ist diejenige, die bunte Strei-fen und Blumen in sich hat, die gemeiniglich blau oderroth, oder blau und roth zugleich sind; weil wir zurZeit die Baumwolle nur allein blau recht dauerhaftigzu färben wissen; und zu der rothen Farbe das soge-nannte türkische Garn nehmen, dessen Farbe singemem

bestän-

*) Betrug ist es wohl jetzt nicht. Denn so viel ich weiß,werden die allermeisten Kanefasse dergestalt gemacht, daßzwar der Einschlag Baumwolle, aber die Kette aus bäum-wollenem und leinenem Garn zusammen gesetzt ist. DerVerbrauch dieser Waare scheint in neuern Zeiten abgrlnommen zu haben.

Manufacr.u.8abrik.IlTH. K