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Johann Heinrich Gottlob von Justi ... vollständige Abhandlung von den Manufacturen und Fabriken. Erster [- zweyter] Theil
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207
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Viertes Hauptstück.

Von halbseidenen Zeugen.

/As giebt eine erstaunliche Menge von halbseidenenZeugen. Wenn man erwäget, daß die Seide,mit Kameel- und Ziegenhaar, mit Wolle und Baum-wolle, n it Flachs und Hanf vermischet werden kann;wenn man bedenket, daß eine jede andere Art desGewebes, eine stde andere Beschaffenheit der Ketteu 'd des Einschlages, eine andere Art eines halbseide-nen Zeuges darstellet, und zwar vermöge eines we-sen lichsn und gegründeten Unterschiedes, ohne denje-m en Unterschied in Betracht zu ziehen, der aus derVerschiedenheit des Orts, wo die Zeuge fabriciret wer-den, und aus andern nicht wesemlichen Umstanden be-stehet, da doch die Namen der Zeuge ihre meiste Ver-anlassung daher bekommen; so siehet man leicht, daßdie Verschiedenheit fast unendlich seyn kann. An derThat ist auch ihre Anzahl so groß, daß, wenn mandie halbseidenen Zeuge namentlich beschreiben wollte,die sowohl bey uns, als in Indien, Eins und an-dern Weltgegenden Statt finden, man allein hierzu ei-nen g.mzen Tractat nöthig haben würde, ohne daßdiese Arbeit großen Nußen haben könnte.

In Indien lind Sina hat man eine große Mengevon halbseidenen Zeugen, die aus Seide und Baum-wolle zfammengesehet sind, worunter viele sind, diesowohl sehr schön in das Auge fallen, als bequemund dauerhastig und doch dabei) wohlfeil sind: dahingegen wir sehr wenige halbseidene und baumwol-lene

GroßeMenge bethalbseide-nen Zeuge.

Die Ver-mischungder SeideundBauni«wolle istNoch einFeld zutteuen halb-seidenenManufa-kturen-