Von Gold- nnd Stlberfabriken. 25r
allerwenigsten gemäß ist, die Ueppigkeit im Staatenicht zu dulden; und in der That, da die Begierdenach dem Verzüge die hauptsächlichste Triebfeder derMonarchie ist, indem sich darinnen alles nach einemeinzigen, als dem Mittespunct, dränget; dieser einzigeaber sehr selten die wahre Ehre und Tugend die Wegeseyn läßt, worauf man sich ihm nähert; so ist die Uep-pigkeit, als wodurch man hauptsächlich einen äußerli-chen Vorzug zu behaupten suchet, eine wesentliche Ei-genschaft der Monarchien. Diese Eigenschaft in einerMonarchie auszurotten, ist bey dem Mangel der Trieb-federn zur wahren Ehre nnd Tugend eben das, alsdem Staate einen großen Theil seiner Thätigkeit zurauben. Der Herr von Montesquieu glaubet, daßman in den eigentlichen Republiken die Ueppigkeiteher ausrotten könne. Allein da er hierinnen dasBeyspiel der alten Republiken vor Augen gehabt hat;so hätte er billig hinzusetzen sollen, wenn die Republi-ken wirksame Triebfedern zur wahren Ehre und Tugendhaben. Da es aber in unsern heutigen Republiken sosehr daran fehlet, als in den Monarchien ; da dieRepubliken Commercien treiben, und allen ihren Wohl-stand auf den Fleiß ihrer Bürger gründen müssen; si-können sie die Ueppigkeit eben so wenig ausrotten, alsdie Monarchien, ohne eine sehr wirksame Triebfederdes Fleißes zu vernichten.
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Der Regel nach, ist also in den Monarchien, Hxm Fallderen Triebfeder mit in der Ueppigkeit beruhet, die der StaarTragung des Goldes und Silbers und andrer Gebrauch Alber v»
P 4 dieser bieten soll'.