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Johann Heinrich Gottlob von Justi ... vollständige Abhandlung von den Manufacturen und Fabriken. Erster [- zweyter] Theil
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Von Meßinghütten.

Kohlmgestübe bestehet, und die Gefäße mit wohlpas-senden Deckeln zugedecket werden. Alsdenn wird an.fangs acht bis zehn Stunden ein gelindes Cämentir-feuer gegeben, und solches nach und nach stufenweiseverstärkt, und damit dreyßig bis vierzig Stunden undwohl länger fortgefahren, bis endlich zuletzt durch einstarkes Schmelzfeuer alles in Fluß gebracht wird.Nachdem man mit eisernen Stängclchen untersuchethat, ob alles wohl geschmolzen ist; so werden die Tie-gel ausgegossen, zu welchem Ende sie gemeiniglich anKetten aus dem Feuer in die Höhe gewunden, undaußerhalb des Ofens wieder niedergelassen werdenkönnen. Das AuSgießcn geschiehet gemeiniglich inplatte Tafeln auf dazu vorhandenen glatten Stimmen,welche Platten hernach unter die Meßinghämmer kom-men , oder vorher nach den verschiedenen Endzweckenmit Sägen zerschnitten werden, davon wir in dem fol-genden Hauptstück mit mehrerm handeln werden.

Einige Schriftsteller, welche von dem Meßing- Von dermachen etwas gedacht haben, wollen wissen, daß man neigenzwey Theile Kohlengestübe gegen einen Theil Gallmeymit einander vermische. Allein diese Proportion ist gestäbes.zu groß, und in der That unnöthig. Das Kohlen-gestübe hat den Endzweck, sowohl das Verbrennen desZinkes zu verhindern, als die zinkische Erde des Gall-mey zu metallificiren. Zu beyden Endzwecken ist ebenso viel Kohlengestübe als Gallmey überflüßig zurei-chend. Es ist aber gar nicht gleichgültig, ob mandas Hauptwerk in dvn Schmeljgefäßen ohne Noth

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