284 m. Abtheil. H. Abschn. I. Hauptst.
vermehret oder nicht. Bey einer »«nöthigen Propor-tion von Kohlengestübe muß man nicht allein größereGefäße haben, die mehr kosten, sondern um solchegroße Gefäße mit genügsamem Feuer zu zwingen undm Fluß zu bringen, sind ungleich größere Gefäße, undweit mehr Kohlen zur Feurung nöthig; oder, welchesauf eines hinaus läuft: man kann in den Gefäßennach Proportion ihrer Größe weit weniger Meßingmachen. Heute zu Tage dürfte es auch wenig odergar keine Meßinghükten geben, wo man eine so unnö-thige Proportion von Kohlengestübe zusehen sollte.
Von der Allein, es ist eine andere Frage, ob man nichtLämenn- "och heutiges Tages auf den meisten Meßinghüktenrens und eine allzulang« Zeit unnöthiger Weife z'u dem Cämcn-tn^r, und Schmelzen des MeßingS anwendet. Ichläugne nicht, daß verschiedene Arten von Gallmey einlangwieriges Camentiren erfordern, wenn ein guterund geschmeidiger Meßing entstehen soll; und daß essich gar leicht ereignet, wenn man die Arbeit über-eilet, daß der Meßing nicht allenthalben gleichförmigausfällt. Allein, daß sechs und dreyßig Stundenund wohl gar zwey Tage und zwey Nachte dazu nö-thig seyn sollten, wie es gemeiniglich auf den Meßiug-hütten geschiehet, zumal, wenn man sich de6 aachi-schen Gallmey bedienet, das möchte wohl mehr aufden Schlendrian, als auf gegründeten Ursachen, beru-hen. Ich habe in vier, fünf bis sechs Stunden denschönsten, geschmeidigsten und allenthalben gleichför-migsten Meßing zu drey, vier und mehr Pfunden auf
einmal