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Johann Heinrich Gottlob von Justi ... vollständige Abhandlung von den Manufacturen und Fabriken. Erster [- zweyter] Theil
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Von Meßinghütten.

einmal gemacht; lind zwar auf die hier beschriebeneund mithin den Arbeiten in den Meßinghütten voll-kommen gleichförmige Art. Es ist also sehr zu ver-muthen, daß diejenigen Meßinghütten, welche ohnge-achtet eines guten Gallmey öfters vierzig Stunden undlanger mit dem Camentiren zubringen, viel unnöthi-geö und überflüßigeS dabey zulassen, und daß sich dieseZeit wahrscheinlich auf die Hälfte würde verkürzen las-sen, wenn die Ausseher solcher Hütten, wie wir obenerinnert haben, ihren Gallmey vorher zu untersuchenund zu beurtheilen wüßten, und vorher damit großeund kleine Meßingproben anstellen wollten, als zu wel-chem Ende in jeder Meßinghütte ein besonderer Pro-bierofen vorhanden seyn soll, in welchen nur ein großesSchmelzgefäß eingesetzet werden kann, um sowohl we-gen der Güte des aus neu erhaltenem Gallmey nachverschiedenen Proportionen des Zusatzes auszubringen-den Gallmey, als wegen der zu dem Camentiren nö-thigen Zeit, genügsame Proben zu machen. Es istaber gewiß eine beträchtliche Ersparung an Kohlen,wenn man in einer viel kürzern Zeit eben so guten undgeschmeidigen Meßing in eben der Quantität verfertigenkann. Ueberdieß ist eS gewiß, daß, wenn das Cämentir-feuer unnöthiger Weise lange Zeit in einem hohen Gra-de unterhakten wird, viel Zink oder zinkische Erde ver-flüchtiget wird. Denn ob zwar das Kohlengestübeeinen Schutz dawider abgiebt; so kann es doch nichtalle Verflüchtigung verhindern, wie man durch die ausdem Schmelzgefäße hervorbrechende grüne und pur-purfarbene Flamme genugsam überzeuget wird.