Von Eisen - und Srahlfabn'ken. zzy
der freyen Luft verursachet hier viel eher die Verflüch«tigung des Sauren; und dennoch vereiniget sich viel-weniger brennliches Wesen mir der Emire; denn sowie es durch das Verbrennen des Reißholzcs entstehet;so wird es durch die Lust auch wieder verflüchtiget.Die beste Art aber ist wohl ohne Zweifel, solche Röst-ofen zu erbauen, wo das Erz von dem Kohlen- undFlammenseuer nicht unmittelbar berühret wird. Die.se Oefen können in einer großen Anzahl in einer Reihehintereinander angeleget werden; und je mehr mandiesen Oefen einen guten Zug geben wird, desto zeiti-ger wird die Saure und der Schwefel daraus verfu-get werden. Unterdessen darf man sich niemals Hoff-nung machen, diese Saure ganz und gar daraus aus-zutreiben. Sie ist so fest und feuerbeständig mitdem Eisenerze vereiniget, daß man sie durch ein vier-wöchentliches Resten nicht ganz daraus verflüchtigenkönnte. Daher ist es allemal nöthig, Kalk- oderMar-morsteine hinzuzusetzen, welche theils die übrige Sau-re in sich nehmen, theils von der Saure wahrendemSchmelzen selbst gleichsam zu Eisenstein determiniretwerden, wie ich in meinen chymifchen Schriften ge-zeigt habe. Dieser Satz wird auch durch die Erfah-rung bestätigest Denn wenn man das Zusetzen derKalksteine unterlaßt; so bekommt man vielwenigerEisen; und dieses könnte nicht geschehen, wenn nichtder Kalkstein wahrendem Schmelzen selbst Eisen zuwerden determiniret würde. Wann das Eisen alleinaus dem Eisenstein ausgebracht würde; so könnte zwarbey Weglast«ug des Kalksteines ein viel schlechteres
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