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Johann Heinrich Gottlob von Justi ... vollständige Abhandlung von den Manufacturen und Fabriken. Erster [- zweyter] Theil
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357
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Von Eisenhütten und Gießereyen. Z57

ter nichts, als daß man durch die hierzu vorhandenehölzerne Form, auf welche die Figuren und Buchsta.den erhaben geschnitten sind, in den vollkommen geradegemachten und sehr wenig feuchten Sand die Bil-dung genugsam eindrückt. Dieses wird alsdenn dur^ein Sieb mit einem zarten Mehl von Kohlengestübeüberstreuet. Die Formen zu Kanonenkugeln, Bom-ben, runden eisernen Oefen, Töpfen, Castrolen undandern Gußeifenwaaren werden von den Gießernaus Leimen gemacht, und dergestalt in den Sand,womit der Boden des GießhanfeS erfüllet ist, einge-graben, daß das Loch der Form, wodurch das Eisenin die Form stießen soll, gegen die Haupkrinne gek-eh-ret ist, und mit derselben waagerecht stehet. Alle dieseFormen können nur einmal gebrauchet werden; wstlauch der Leimen dergestalt fest an das Eisen anbäckt,daß die Formen nicht anders, als durch Zerschlagen,davon abgesondert werden können,

Wenn nun das Eisen aus dem Hohenofen abge- Von demstochen, und durch eine Rinne im Sande in das Gieß- EinstießenHaus geleitet wird; so fließet es in dieser Hauptrinnein dem Gießhause fort. Auf beyden Seiten dieser mcn.Hauptrinne befinden sich die in Sand eingedrückten,oder aus Leimen gebildeten und in Sand cingegrabenenFormen; und aus der Hauprinne wird nach jederForm eine kleinere Rinne mit der Hand gezogen. Wennnun daß fließende Eisen in der Hauptrinne daher fließet,und in die Gegend der ersten Formen kommt; so wirdeine eiserne Schuppe vor die Hauptrinne gesiellet, um

Z z dadurch