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Johann Heinrich Gottlob von Justi ... vollständige Abhandlung von den Manufacturen und Fabriken. Erster [- zweyter] Theil
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379
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Von den Stahlhütten. Z79

Der Stahl ist nichts anders als ein Eisen, in derwelches man ungleich mehr brennliches Wesen gebracht Stahl ist.hat, um dadurch demselben eine größere Harte zu ge-ben ; und diese Ueberhäufung des Eisens mit brennst-chem Wesen verursachet, daß der Stahl zwar glühendseine vollkommene Geschmeidigkeit behält, kalt aber dieEigenschaft, sich unter dem Hammer treiben zu lassen,gänzlich verlieret. Dieser Begriff von dem StahlewirdHurch die Entstehungsart desselben vollkommen be-wiesen ; denn alle Dinge, die ein häufiges, brennlichesWesen in sich halten, verändern das Eisen in Stahl,wenn dasselbe damit cämentiret oder geschmolzen wird.

Die königliche schwedische Akademie der Wissen- Irrigeschaften hat demnach in ihren Abhandlungen vomJahr 1740 eine irrige Meynung zugelassen, wenn d-schmdaselbst behauptet werden will, das Wesen des Stahls Akademiekomme darauf an, daß der, in dem Eisen befindliche,überflüßige Schwefel herausgezogen würde. Wenndieser Sah seine Richtigkeit hatte; so würde man bloßdurch Zusetzung alkalischer Salze, entweder in demWege der Cämentation oder des Schmelzens, Stahlmachen können, weil diese Salze den Schwefel amstärksten und begierigsten in sich schlucken.

Allein, mit alkalischen Salzen allein wird man Wirdwi-niemals Stahl herstellen können. Ja! diese Salze Erleger,haben ganz und gar keinen Nutzen bey dem Stahl-machen. Sie sind vielmehr schädlich; wenn sie nebstdem brennlichen Wesen, besonders in ihrer natürlichen

Gestalt,