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Johann Heinrich Gottlob von Justi ... vollständige Abhandlung von den Manufacturen und Fabriken. Erster [- zweyter] Theil
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385
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Von den Stahlhütten. z8z.

Branntewein, und sogar von Oele, wenn nur dieseFlüßigkeiten kalt genug sind.

Aus demjenigen, was wir hier von dem Wesen Ein jede»des Stahles voraus geseßet haben, erkennet man leicht,daß ein jedes Land, das Eisenminern hat, auch im «utcnStande seyn muß, guten Stahl zu verfertigen. Das Stahl-ina»brennliche Wesen, welches in das Eisen eingeführetwerden muß, um Stahl hervor zu bringen, iß in al-len Landern häufig zu haben; und wir haben nur jetztgezeiget, daß auch bey der Ablöschung des Stahlsauf die Natur des Wassers und dessen Beschaffenheitnichts ankommt. Es ist also ein bloßes Vorurtheil,wenn man gemeiniglich glaubt, daß die Wasser inSteyermark besonders zum Stahlmachen geschickt sind.

Wenn man den sieyermärkischen Wassern hjerbeyeine Wirkung zuschreiben wollte; so könnte sie bloßdarauf ankommen, daß, weil Steyermark ein sehrgebirgigkes Land ist, seine Flüsse und Bache im Som-mer kälter sind, als sie in ebenen Ländern zu seyn pfle-gen. Je kälter aber das Wasser ist, desto besser ge-schiehet vorhin gezeigtermaaßen die Härtung. Steyer-mark befindet sich also in den Umständen, daß esauch im Sommer seinem Stahle eine gute Härte gebenkann. Allein diesen Vorzug haben viele andere Län.der mit Steyermark gemein; und es werden wenigProvinzen seyn, wo es nicht Bäche und Brunnengiebt, die sich im Sommer kalt erhalten. Wenn jaauf die Natur des Masses etwas ankäme; so müßteman demselben die härtende Eigenschaft allemal durchManufacr. u. Fabrik. II Th. Bb die