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Johann Heinrich Gottlob von Justi ... vollständige Abhandlung von den Manufacturen und Fabriken. Erster [- zweyter] Theil
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396
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Einthel-lunq inFeuerge-wehr undin Hieb-und Stoß-gewehr.

Z96 M.AbtheLl. HI.Abschn. IV.Hauptst.

des Gewehres vor sein Kriegesheer um desto mehr der.sichert seyn, wenn alles unter einerley Aufsicht gear-beitet wird. Auch dieses hat man eingesehen, unddie Gewchrfabriken allenthalben in großen Anstaltenangelegt. Wenn an einigen Orten keine einzige zu-sammenhängende Anstalt ist; so befleißiget sich dochein jeder Meister hauptsächlich nur auf einerley beson-dere Arbeit; und es giebt Verleger oder Kaufleute,welche die einzelnen Theile zusammen setzen und vollkom-mene Gewehre daraus machen lassen. Die Nothwen.digkeit großer Gewehrfabriken haben schon die Römerund andere Völker des Alterthums erkannt. DieRömer hatten zu Trier in Teutschland eine Gewehr-fabrik von einer sehr großen Erstreckung; und sieschienen auf gewisse Art ein Geheimniß damit zu ver.binden, weil die darinnen arbeitenden Waffenschmidteauf Lebenslang daran verbunden waren. Es wurdendiesen Waffenschmidten zu dem Ende gewisse Zeicheneingebrannt; und die Anfnehmung in ihre Zunft ge-geschahe mit vielen und zum Theil lächerlichen Cere-monien, worinncn wahrscheinlich der erste Ursprungvon den Ceremonien und Gebräuchen der Hand-werker zu suchen ist.

Man hat gar vielerley Arten von Gewehr.Man kann sie aber in zwey Hauptclassen eintheilen,nämlich in Feuergewehr, und in Hieb- und Stoßge-wehr. Im weitläuftigen Verstände sind unter demFeuergewehr auch die Kanonen, Mörser und alle Ar-ten von grobem Geschütz begriffen. Da wir aber

schon