4Z8 m. Abcheil. IV.Abschn. I.Hauptst.
Von der Es laßt sich unmöglich die Proportion bestimmen,Propor- . welcher die vorhin gedachten Materien mit demMaterien. Thone zusammen zu setzen sind. Es kommt hier garzu sehr auf die Beschaffenheit des Thones und derübrigen Stein- und Erdarten an, die allzu sehr voneinander verschieden sind, als daß sich hierinnen etwasgewisses festsetzen ließe. Die rechte Proportion kannnur durch wohlbeurtheilte und wiederholte Versucheausfindig gemacht werden *). Unterdessen kann manden Anfang mit drey Zehntel geschlämmten Thon,drey Zehntel des zartesten Kieselpulverö und vier Zehn-tel unschmelzbaren eben so zart zerkleinten Steinen undErden machen, und sehen, ob sich die Masse bequemdrehen und in Formen bringen läßt, und was vor einPorcellan daraus entstehet; wiewohl diese Proportionvon Thon selten zureichend ist, wenn nicht Specksteinunter der Masse befindlich ist.
Ob eine be- Allein, wird man sagen, da wird ja nichts vonPorcellan- eEk Porcellanerde gemeldet, die, wie man allenthal-erde nöthig ben höret, auch in Europa zu dem Porcellanmachench- nöthig ist, und wirklich genommen wird. Ich ant-worte, daß eine Porcellanerde, aus welcher man alleinPorcellan machen kann, sowohl in Sina, als in Eu-ropa,
sct gar nicht. Eine schlechtere Art hat einen geringenröthlichen Schimmer; aber das färbende Wesen ist siüch-— tig, und nicht von Eisen.
*) Künstler, welche diese Versuche anstellen wollen, wer-den vorzüglich gut des Grafen von Miliy Angaben nu-tzen können. S. physikalisch-ökonomische Biblio-thek VII. S. >90.