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Johann Heinrich Gottlob von Justi ... vollständige Abhandlung von den Manufacturen und Fabriken. Erster [- zweyter] Theil
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444
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444 H l- Wtheil. IV. Abschn. I. Hauptst.

dringen muß; und sodann hat die Erfahrung genug-sam gezeigct, daß viele Stein-und Erdarten, wennsie von dem Kohlenfeuer unmittelbar berühret werden,weit leichtfüßiger sind, als wenn sie in verschlossenemGefäß dem Feuer ausgesetzet werden. Die zweyteHaupteigenschaft von diesen Kapseln muß seyn, daßdie Materien dazu weder etwas Eisenschüßiges, nochsonst ein Farbewesen in sich halten dürfen; weil sonstdie Dampfe davon und das Berühren der KapselnFlecken in dem Porcellan verursachen, oder die Farbeverderben würde. Beyde Eigenschaften findet manmeines Trachtens am besten in den weißen, grauenund gelbliche» Talk- und Glimmerarten, welche, wennsie mit strengfiüßigem Thon und zermalmten Kieselnversetzet werden, die besten und dauerhaftigsten Kapselnabgeben, um das Porcellan darinnen zu brennen.

Von den Da das Porcellan eine mehr zur Ueppigkeit unddem^ Por-s Pracht als zur Nothdurft dienliche Waare ist; socellan. kommt bey den meisten Menschen das Hauptwerkdarauf an, daß es schön in die Augen fallt. DieSchönheit der Malereyen und der Farben darauf sindalso ein großes Augenmerk in den Porcellanfabriken.Die blaue Farbe erhalt man sehr schön durch die besteblaue Schmälte, und noch besser durch den Zaffera,welcher gleichfalls aus Kobold gemacht wird. Diegrüne Farbe entstehet durch einen zarten Kupfercre-cum, welcher durch eine langwierige Calcination imReverberirofen gemacht wird. Eine recht schöne rotheFarbe muß durch einen Goldkalk gewirket werden,

welcher