Buch 
Johann Heinrich Gottlob von Justi ... vollständige Abhandlung von den Manufacturen und Fabriken. Erster [- zweyter] Theil
Entstehung
Seite
471
JPEG-Download
 

Von Spkegelfabrikcn. 471

Härte, mit welcher man so gar alle Edelgesteine *)schneiden kann, am geschicktesten. Das zweyte Po.liren hingegen hat den Endzweck, dem Spiegel einer,vollkommenen Glanz zu geben; und darzu ist derTrippel wegen seiner ungemeinen Zartheit viel ge.schicktet, als der feinste Schmirgel. Einige bedienensich auch zu diesem zweyten Poliren der Zinnasche.

Allein wenn sie aus der Hälfte Bley bestehet, wiefast alle kaufbareZinnasche; so ist sie bey weitem nichtso geschickt dazu als der Trippel **).

Das Wesen des Spiegels kommt darauf ap, dendaß er einen undurchsichtigen Grund hat und die Licht- Spiegel^strahlen nicht durckfallen läßt, sondern zurück wirft,und eben dadurch das Bild vorstellet, das ihm entge.gen stehet. Diese Undurchsichtigkeit dem Spiegelzu verschaffen, ist insonderheit das Quecksilber ge-schickt ; und ein jedes Amalgame» von Quecksilber undMetall würde dazu geschickt seyn. Allein, um dievollkommene weiße Farbe des Spiegels nicht zu vcr-derben, so wird ein weißes Metall erfordert, undhierzu ist das Zinn am allergeschicktesten, welches sichnicht von der Lust so schwärzet als Bley. Allein dieSchwierigkeit hierbei) ist, daß sich ein Amalgam«nicht mit der allervollkommensten Gleichförmigkeit al-lenthalben auftragen läßt. Man ist dannenhero dar-Gg 4 auf

*) Doch nicht den Diamant.

**) S. Technologie S. z»r.