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Von Spiegelfakriken.
gebung der Mode dazu verfertigen, öderes giebtSpiegclhändlcr, die sich damit abgeben, und dieSpiegel in vollkommenen Stand sehen lassen. Dieeinzigen Rahmen, welche die Spiegelfabriken selbstverfertigen ' , sind die Nahmen, die gleichfalls
auö Spiegelglas« bestehen, in welches aber allcrleyBlumen, Figuren und Laubwerk geschnitten und ge-schliffen sind. Dannenhero muß auch eine Spiegel-fabrik mit den Anstalten zum Glabschleisen undGlasschneiden versehen seyn, die aber eben also be-schaffen sind, als die bey den Glashütten; wanncn-hero wir in dem folgenden Hautpstücke davon mitmehrerm reden werden. Diese Spiegelrahmen sehensehr gut aus, und ihre Einförmigkeit mit dem Spie-gel selbst giebt ihnen einen Grund des Gefallens,der einem guten Geschmack am meisten gemäß ist.Unterdessen kommt es hierinnen alles auf den Eigen-sinn der Mode an, welcher die Rahmen von Spie-gelglase bald beliebt macht, bald ihnen die übcrgulde-len mit Dildhauerarbcit auögeziertcn vorziehet.
Ehedem waren auch metallische Spiegel im Ge-brauch, die man Stahlspiegcl nannte, die man aber Spiegeln»heut zu Tage wenig oder gar nicht mehr siehet.
Wenn die Composikion und Politur an solchen Spie-geln gut ist, so leisten sie eben die Dienste, als dieheutigen gläsernen, und fallen nicht übel in die Au-gen. Da sie nun ungleich wohlfeiler und so groß,als man verlanget, gemacht werden können; so weißich nicht, ob man wohl gethan hak, sie ganz abzu-
Gg 5 schaf.