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Johann Heinrich Gottlob von Justi ... vollständige Abhandlung von den Manufacturen und Fabriken. Erster [- zweyter] Theil
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501
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Von Alaun - und Vilriolsleder eyen. 501

Es lassen sich eben so wenig Regeln geben , wie Wie langelange die Alaun-und Vitriolminern der Luft auszusehen »"d mifsind. Bey einigen, jedoch den wenigsten, sind ein,zwey bis drey Monate zureichend; d.ie meisten erfordern der Lustein Jahr Zeit und wohl länger/ ehe sie reichlich genug 5^"^"angeschwängert werden. Die Erfahrung muß hiereine jede Alaun-und Vitriolsiederey leiten. Es ist auchallemal besser, wenn sie unter einem Schoppen der Lustausgesetzet werden. Denn ob zwar viele Minern dieNässe gar wohl vertragen, ja nothwendig erfordern,daß sie von Zeit zu Zeit sehr angefeuchtet werden; sokönnen doch die Regen so häufig und stark kommen,daß dadurch viel von diesen Salzen abgewaschen undfortgeführet wird. Es ist demnach allemal sicherer,diejenigen Minern, welche das Anfeuchten nöthig ha-ben , von Zeit zu Zeit nach der durch die Erfahrunggut befundenen Proportion zu benetzen, als solches deinungefähren Zufall des Regnens zu überlassen. Einsolcher Schoppen, oder auf Säulen ruhendes Dach,muß eine genügsame Länge, und von niedrigen Gemäu-ren, welche den Zug der Luft nicht aufhalten, fünf bissechs Abtheilungen haben; und in jeder Abtheilung mußeine Miner von einem andern Alter liegen, dergestalt,daß, wenn die älteste und zum Aussieben taugliche ver.brauchet worden ist, indessen eine andere zu ihrer voll-I i z komme.

kern. Das Rösten ist nöthig, wenn viel Schwefel oderauch nur Erdharz vorhanden ist; lehtero« würde das Aus-laugen unmöglich machen, und so lange im erster» dieSaure mit dem öhlichten Wesen verbunden ist, wird auchkein Alaun zu erhalten seyn.