Buch 
Johann Heinrich Gottlob von Justi ... vollständige Abhandlung von den Manufacturen und Fabriken. Erster [- zweyter] Theil
Entstehung
Seite
510
JPEG-Download
 

ZIO m Abtheil. V. Abschn. n. Hauptst.

diese Vewandtniß hat es mit den sogenannten Kupfer,kieserzen, die gleichfalls bis auf den vierten TheilSchwefel halten, insonderheit, wenn sie schwefelgelb,und nicht grünlichgelb, aussehen, als welches letztere ge-meiniglich ein Anzeichen von beygemischtem Arsenik ist»Das Silberglaöerz, der Zinnober, das Spießglas.erz haben gleichfalls viel Schwefel in sich. Allein siesind entweder sehr selten, oder der Schwefel kann ohneihre Zerstörung nicht gewonnen werden, welches einschlechter Vortheil seyn wÄde.

Von der Der Schwefel wird aus seinen Minern durch eineUebertrei- Art der Sublimation oder durch die Destillation ge-Schweftk schieden, indem er in seinem ganzen Bestandwesen fiüch--aus seinen tig ist; und folglich, wenn seine Minern in eine großeMinern. Retorte gethan und durch Feuer getrieben werden, derSchwefel in denselben durch die Röhren der Retorteübersteigt, und sich durch eine Vorlage wieder auffangenund sammle» laßt. Man kann sich hierzu entwedereiserner oder irdener großer Retorten bedienen, davoneine viele Centner Erz fasten kann. Da die irdenenRetorten leicht springen, wenn sie nicht aus einem sehrfeuerfesten Thon gemacht sind, wie die waldenburgi-scheu; so bedienet man sich am meisten der eisernen.Unterdessen, da der Schwefel das Eisen so leicht angreiftund durchschweselt, mithin verbrennlich und brüchigmacht; so sollte man denken, daß auch diese nicht langedauren könnten. Dieses würde auch gewiß geschehen,wenn die Schwefelminern in der Retorte schmelzeten.Allein, da er nur als ein Sublimat aufsteiget, und

die