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Johann Heinrich Gottlob von Justi ... vollständige Abhandlung von den Manufacturen und Fabriken. Erster [- zweyter] Theil
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555
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Von Zinnober »und Sublimatfabnken. 555

Man kann sich allerdings des Salpeters bey nichtdem Sublimatmachen bedienen, um damit den Koch- öcono-salzgeist auszutreiben , wiewohl sich allemal ein guterTheil des concentrirten Salpetersäuren dem Subli- zuzusehen,mat mit beygesellet. Es ist auch kein Zweifel, daßman nicht ehedem in den Sublimatfabriken Salpeterzugesetzt hat; denn verschiedene bey den Chymisten be-schriebene Versuche haben die Gegenwart eines An-theils vorn Salpetersäuren in dem Sublimat entdeckt.

Allein heute zu Tage weiß man zuverlaßig, daß manin den holländischen und engelländischen Sublimats«,briken keinen Salpeter mehr anwendet. Er leistetauch nichts vorzügliches bey dieser Arbeit. Vielmehrist der Vitriol allemal viel wirksamer; und da derSalpeter dennoch ungleich theurer ist, so würde mannicht öconomisch verfahren, wenn man sich des Sal»peterö bediente.

Ich habe bey dem Zinnobermachen die ausländi- Der Su.schon Fabriken, die denselben in Menge verfertigen, ^von einer betrügerischen Verfälschung, die man ihnen mitArfenikbeymißt, nicht ganz frey gesprochen. Allein da man verfälschetJedermann Recht widerfahren lassen muß; so will ich 'Eden.sie hier von einer eben solchen Aufbürdung rechtferti-gen. Man glaubt gemeiniglich, daß die holländi-schen und englischen Sublimatfabriken weißen kry-stallinischen Arsenik unter ihre Materien mischen, umdurch dieses ungleich wohlfeilere Material destomehrSublimat zu erhalten. Die Sache scheinet auf denersten Anblick sehr wahrscheinlich, weil der weiße

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