Die erste
Versah.
rungsart
durch De-
stillationS-
anstalten.
558 m. Mtheil. V. Abschn. V. Hauptst.
selbst befinden, ist geschickt, Bleyweiß hervor zu brin-gen. Meines Erachtens kann man mit fast gleichemVortheil und Bequemlichkeit aufzweyerley Art Bley-weiß verfertigen, die ich mithin beschreiben will.
Man kann sich erstlich einer Anstalt bedienen, dievollkommen zum Destilliern eingerichtet ist. Einezinnerne Blase, denn die kupfernen und eisernen wür-den zu sehr von dem Eßig angegriffen werden, miteinem etwas hohen Huth oder Helm und den erfor-derlichen Röhren würde dazu am geschicktesten seyn.Wenn man sich einer kupfernen Blase, Helms undRöhren bedienen wollte, so müßten sie stark überzinntseyn, und zwar mit reinem Zinn, das nicht mit Bleylegiret wäre. Bey irdenen glasurten Gefäßen, diezwar gleichfalls brauchbar wären, würde in Ansehungihrer Zerbrechlichkeit kein Vortheil seyn. Der Helmoder Huth müßte unten ein paar Finger breit über derStelle, wo er in die Blase eingepasset wird, mit ei-nem beweglichen Gitter von starkem zinnernen Drahtversehen seyn, welches dazu dienet, daß der ganzeHelm oder Huth mit zusammen gerollten dünnenBleyblechen erfüllet werden kann, die kreuzweise übereinander zu legen waren. Die Blase müßte zurHälfte mit einem guten Weineßig angefüllet, und der-selbe mitgelindcm Feuer herüber destilliret, und solchesDestilliern ein. drey-bis viermal wiederholet werden,bis die in dem Helme befindlichen Bleybleche durchdie unaufhörlich in dieselben eingedrungenen Eßig-dämpft genugsam durchfressen und in Bleyweiß ver-
wan-