Eine Bley-weißfabriksoll ihreBleyblecheselbst ver-fertigen.
Das ge-meineDleyweißist allemalmit Kreideverfälschet.
562 III. Abtheil. V. Abschn. V. Hauptst.
etwas aufgelöstes Bley mit in den Eßig einführen.Allein das ist kein Schade oder Verlust vor die Fa-brik. Wenn der Eßig genug gebraucht ist, und sichviel aufgelöstes Bley in demselben befindet; fo wirdman Bleyzucker daraus machen können, welches gleich-falls eine Kaufmannswaare ist.
Da eine wohl eingerichtete Fabrik zu allen Vor-und Nebenarbeiten selbst eingerichtet seyn muß, wennsie auf ihren Vortheil bedacht ist; fo muß auch eineBleyweißfabrik ihre benöthigten Bleybleche selbstverfertigen. Dieses geschiehet, nachdem das Bley inPlatten geschlagen ist, durch eine Maschine, welcheden Streckwerken auf den Münzen ähnlich ist, undvornehmlich auö einer oder mehrern stählernen Wal-zen bestehet, wodurch das Bley immer mehr ausge-dehnet und zu zarten Blechen gearbeitet wird. Dadiese Bleybleche insonderheit stark zum Einpacken desSchnupf-und Rauchtabaks verbrauchet werde»; fokann eine Bleyweißfabrik dieses als eine Nebenfa-bricatur ansehen, und dergleichen Bleybleche'zugleichauf den Verkauf verfertigen. Diese Fabricatur istan sich selbst vortheilhaftig, und kann auch allein ihremUnternehmer eine gute Nahrung verschaffen.
Nachdem das Bley durch die Dampfe des Es-sigs in Bleyweiß zernaget ist; so wird eö auf großenReibesteinen, die als Maschinen in einer großen Fa-brik am Vortheilhaftesten von Wasser getrieben wer-den können, aufdaö zarteste zerrieben und dabey mit
Was-