6oo III. Abtheilung. VI. Abschnitt.
Raffiniren geschiehet folgendergestalt: Man laßtden Mascovade.ucker schmelzen, und schüttet nachund nach eine lauge von Kalkwasser und etwas Eyer-klar, auch gemeiniglich von Pottasche inic darunterdarzu, und rühret den Zucker beständig um; da erdenn sehr zu schäume» anfängt, und die groben Un-rcinigkeuen sich vermittelst dieses Schaumes davonabsondern. Wenn er genug gesotten hat; so wirder durch ein Tuch geseiger, um die Unreinigkeiren,die sich auf den Bode» geshet haben, davon zuscheiden. Alsdenn wird er noch einmal gesotten,um alle Feuchtigkeit von der Lauge zu verdunsten.Wenn dieses geschehen ist, so wird er in hölzerneoder irdene Formen gegossen, welche die Gestalt ei-nes Kegels haben, und daraus.die jederman be-kannten Zuckcrhüre entstehen. 2» diesen Formengerinnet der Zucker, oder crystallisiret sich, nach.dem dasjenige, was sich nicht erystallisiren will,als ein dicker brauner Saft, den man Smup nen-nek, abgeflossen ist. Dennoch, wenn das unteredicke Ende des Zuckerhutes sich cnistallisiren und aus-trocknen soll, muß eö mit etwas Kalk bestreuet wer-den ')- Aus der ersten Rafstnirung aber entstehetniemals ein feiner Zucker- sondern er muß nach
dem
Pottasche wird nicht gebraucht, auch werden die Zucker,hüte nickt mir Kalk bestreuet; aber vermuthlich har derVcrf. den Gebrauch des ZuckerthcmS gemeynt. Manvergleiche hiemit meine Technologie S. ;?8- ZumAbschäume» wird, seit dem Anfange dieses Zahrhuuderts,Blut gebraucht.