604 III. Abtheilung. VI. Aöschnitt.
Von der Nachdem der Tabak gebanet und dabey einenmq'de's 9"^ Wahl der Blätter angestellet ist, die BlauerTabaks in sklbst aber wohl getrocknet sind: so werden aller! I)den Fabri- Sorten von Rauch- und Schnupftabak daraus zu-bereitet und die Gewerbe, so dieses verrichten, wer.den Tabaköfabriken genennet. Es kommt gar vielauf die Art der Zubereitung an ; und es kann da.durch aus einem schlechten Tabak ein mittelmäßigerund erträglicher gemacht werden. Es läßt sichaber darinnen nichts gewisses bestimmen. Dennalle Tabaksfabriken bedienen sich hierunter andrerZubereitungen, die nicht selten auf Schmieralienhinaus lausen, indem sie die Blätter mit Syrup,mit Psiaumenbrühe, mit allerley Auflösungen vonSalien bestreichen, oder anfeuchten, oder auch da.mit kochen. Dieses letztere halte ich vor eine derbesten Zubereitungen; indem dadurch die allzugroßeStärke des Tabaks, dessen bittrer Geschmack, undunangenehmer Geruch gemildert wird, und ein leich.ter Tabak entstehet, welcher bey dem großen Ge-brauch desselben allemal am wenigsten schädlichist *). Ueberhaupt sollte man etwas mehr Aufmerk-samkeit auf die Zubereitungsarten des Tabaks ha-ben, damit nicht Dinge dabey gebrauchet werden,welche der menschlichen Gesundheit nachteilig sind,wie bey verschiedenen Fabriken eine wahrscheinliche
Ver-
Die süßen Pflanzensäste sind auch nicht unnütz; sie be-wirken die weinhafte Gährung. S. Anleitung ;ueTechnologie S. ir>Z.