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Des Herrn Hellot's ... Färbekunst oder Unterricht Wolle und wollene Zeuge zu färben, nebst Vorschriften zu Prüfungen derselben durchs Absieden / Jean Hellot ; aus dem Französischen übersetzt und mit einer Anweisung zur Seidenfärberey versehen von Abraham Gotthelf Kästner
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231
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Von der Haarfarbe. 2zr

verhindern die unmittelbare Berührung der fär-benden Thcilchen unter einander; und alle dieseVerhinderungen zusammen müssen also diese Far-be weniger feste, weniger anhaltend machen, alseine einzige bey der Schlecktfärberey ist. DieErfahrung beweiset dieses nur allzusehr: dennman darf nur ein Bund Wolle, die auf dieseArt roth gefärbt ist, in kochend Wasser bringen,so verliert sie die Farbe völlig.

Drittes Kapitel.

Von der Orseille, und der Art, sie zubrauchen.

^^ie Orseille ist ein weicher dunkelrocher Teig,den man nur in bloß laulichtem Wasser'zerlassen darf, eine grosse Menge verschiedenerSchattirungen davon zu erhalten. Es giebt der-selben zwo Arten. Die gemeinste, die aber amwenigsten Schönheit und Güte hat, wird ordent-lich in Auvergne von einem Liehen oder Mooße,das auf den Felsen dieser Landschaft sehr häuFgzu finden ist, verfertiget. Man nennt sie (Or-seille von Auvergne, oder Eroorseille. Dieandere viel schönere und bessere heißt Rr^urer-orseille (Orseille ä kerbe), oder canarifche,oder capverdijche. Man bereitet sie zu Lion,zu Paris, in England, und an einigen andernOrten«

Die