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Des Herrn Hellot's ... Färbekunst oder Unterricht Wolle und wollene Zeuge zu färben, nebst Vorschriften zu Prüfungen derselben durchs Absieden / Jean Hellot ; aus dem Französischen übersetzt und mit einer Anweisung zur Seidenfärberey versehen von Abraham Gotthelf Kästner
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234
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2Z4 Von der Orseille,

narischen Inseln, vermuthlich, weil man sienicht alle Jahr zu sammlcn pflegte.

Die Arbeiter, welche diese Kräutcrorseille zu-richten, machen ein Geheimniß aus ihrer Arbeit,man findet sie aber in der Schrift des Herrn Pe-ter Anton Micheli bivua plantarum Aenera (Flo-renz -7ry. 4W) auf der 78 Seite >ehr umständ-lich folgendermaßen beschrieben:

„Die Färber (die florcnkinischen) nennen die-se Pflanze in ihrer Muttersprache siocella, Orcsl-1 a oder kalps, und färben vermittelst ihrer Seideund Wolle nicht nur mit einer besondern purpur«artigen Farbe, die sie Cdlombiir nennen, weilsie der Farbe.cinesTaubenhalscs ähnlich ist, son-dern sie mengen solche auch unter andere Verse-tzungen, damit sie verschiedene Farben davon be-kommen. Die Zubereitung aber geschiehet vonihnen folgenderqestalt: Die Pflanze wird so zartgepulvert, daß. sie leichte durch ein enges Siebdurchgehet, darauf benetzen sie sie leichte mit al-tem Harne von Mannspersonen, (denn Wciber-harn wird für höchst , schädlich gehalten) diesesgeschiehet in einem hölzernen Gefäße, in welchemsie es täglich einmal umrühren, und zugleich ct-ivaq.Asche von der Soda hinein thun, bis sichnach vollendeter Arbeit die hinein gethane Mengezu der'Menge des Pulvers wie i zu 12 etwasmehr,oder weniger verhält, nachdem die Pflanzedicke oder härter, frisch oder alt ist. Diesesdauert so lange, bis das ganze Mcngscl die Colom-binfarbe zeiget. Nachgehender thun sie es in einhölzernes Fäßchen, und schütten Harn oder Kalk-lauge,