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Des Herrn Hellot's ... Färbekunst oder Unterricht Wolle und wollene Zeuge zu färben, nebst Vorschriften zu Prüfungen derselben durchs Absieden / Jean Hellot ; aus dem Französischen übersetzt und mit einer Anweisung zur Seidenfärberey versehen von Abraham Gotthelf Kästner
Entstehung
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238
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Von drr Orseille,

Zu eben der Zeit und auf eben die Art habeich ein Pfund perclle oder Erdorseille von denFelsen von Auvcrgne zubereitet. Sie hatte nach. Ablauf acht Tage eine ziemlich dunkle Purpur-farbe angenommen; den 15 Tag war sie nochviel dunkler, und ich machte einen Versuch mitFärben damit, der vollkommen wohl ablief.

Wenn sich ein Färber versichern will, daßfeine Orseille vollkommen gut thun wird, sobreitet er diesen etwas befeuchteten Teig auf demObertheile seiner Hand aus, und läßt ihn daselbsttrocknen; nachgehende! wäscht er diesen Fleckmit kaltem-Wasser; wenn der Fleck bleibet, undnur etwas blässer wird, so hält er seine Orseillefür gut, und verspricht-sich eine erwünschte Wir-kung von ihr. Die beste ist, aus der sich dieFarbe zwcymal ziehen lässet.

Der I-icben tinctvrms suxLtilis ist nicht dieeinzige Pflanze dieser Art, aus welcher sich dieOrseille zubereiten lässet. Verschiedene andereMoose geben auch ein Roth, das schön genug ist,und Herr Bertram de Jußini hak mir derglei-chen aus dem Walde von Fonrainebleau gebracht,die mit Kalk und Harne purpurfarb werden. Mankann gar leichte versuchen, welche diese Verände-rung leiden.

Ich thue etwa zween Gros von diesen Pflan-zen in ein kleines Glas, befeuchte sie mit dem flüchti-gen Salmiacgeisie, und eben so viel ersten Kalkwas-ser; darzu setze ich so viel Salmiac, als manzwischen den Fingern fassen kann; nachgehende

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