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Des Herrn Hellot's ... Färbekunst oder Unterricht Wolle und wollene Zeuge zu färben, nebst Vorschriften zu Prüfungen derselben durchs Absieden / Jean Hellot ; aus dem Französischen übersetzt und mit einer Anweisung zur Seidenfärberey versehen von Abraham Gotthelf Kästner
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und der Art, sie zu krauchen. 241

und Weinstein abgesotten war, ohne daß sie derLuft bester widerstanden hätte, als diejenige, derdiese Vorbereitung mangelte.

Gleichwohl kann man die kanarische Orseilleauf eine gewisse Art gebrauchen, die ihr fast st»viel Festigkeit giebt, als die meisten guten Farbenhaben; aber alsdenn verliert sie ihre natürlicheGris de Linftrrbe, und giebt Roth und Schar-lach, oder vielmehr die Farbe, die man Halb-ftbarlacl) nennt. Man kann auch den Ker«messcharlach, und verschiedene andere Schatti-rungen, die ins Rothe und Orangirre fallen, dar-aus erhalten. Diese Arten von Farben erhaltman mit sauren Sachen aus der Orseille, unddie ich bisher erzählet habe, sind alle viel festerals die vorigen, aber doch in der Schärfe nochnicht genug, unter die guten Farben gerechnetzu werden.

Man kann diese rothen Farben auf zweyer,ley Art aus der Orseille bekommen, einmal wennman in dieComposttion, deren man sich bedienet,diese Pflanze mit dem Teige zu machen, den dieFärber unter dem Namen der Orseille kennen,selbst etwas Saures bringt; man hat mich ver-sichert, sie ließe sich violer, ja blau machen, ver-muthlich mit alkalischen Salzen; aber ich gestehe,daß ich wohl mit zwanzig Versuchen dieses dochnicht habe erhalten können. Ich will also die zwoceArt erzählen, wie man eine schöne und ziemlichrotheFarbe aus der Orseille ziehen kann; ich habesolche viermal glücklich bewerkstelliget.