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Des Herrn Hellot's ... Färbekunst oder Unterricht Wolle und wollene Zeuge zu färben, nebst Vorschriften zu Prüfungen derselben durchs Absieden / Jean Hellot ; aus dem Französischen übersetzt und mit einer Anweisung zur Seidenfärberey versehen von Abraham Gotthelf Kästner
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354
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Z54 Dom Brasilienholze.

Ob ich wohl hier nicht von Seiden reden will,so kann ich mich doch nicht enthalten,'zu melden,daß man auf eben diese Art die Seide sehr schönblau und grün und mit allen Schatrirunqen fär-ben kann. Die grünen Farben lassen sich auchin einer einzigen Brühe machen.

Fünftes Kapitel.

Vom Brasilienholze.

1 ^nter dem allgemeinen Namen dieses Brasilien-Holzes begreifet man das Fernnmboc, von6r. Mnrrhe, von Japan, und einige andere,deren Abtheilung hier nicht nöthig, weil sie zumFärben auf einerley Art gebrauchet werden; man-che zwar geben mehr oder schönere Farbe als dieandern/ aber das rührt oft daher, weil diese Höl-zer eines mehr als das andere der Luft sind ausge-setzt gewesen, oder manche Theile mehr als dieandern verdorben oder verfault sind. Man mußzum Färben das gesundeste, und das die höchsteFarbe hat, wählen.

Alle diese Hölzer geben eine ziemlich schöneFarbe, man mag sie allein brauchen, oder mitdem indischen Holze und andern färbenden Ma-terien vermengen. Es ist nur vorhin gewiesenworden, daß man bey dem falschen Violer einwenig Brasilielcholz zu dem indischen thäte,