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Des Herrn Hellot's ... Färbekunst oder Unterricht Wolle und wollene Zeuge zu färben, nebst Vorschriften zu Prüfungen derselben durchs Absieden / Jean Hellot ; aus dem Französischen übersetzt und mit einer Anweisung zur Seidenfärberey versehen von Abraham Gotthelf Kästner
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358
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zz8 .Vom Brasilienhosze.

von der Färbcrröthe zu verkaufen. Denn dieerste Farbe, welche man auö dieser Holzsuppe zie-het, ist niemals feste, vermuthlich, weil es einübel digerirccr Saft ist, dessen färbende Theil-chen nicbt zart genug sind gemacht worden, daßsie in den Zwischenräumchen der Wolle, die mandarinnen färbt, zulänglich eingeklemmt, und zu-rücke behalten würden. Wenn die ersten grobenTheile dieser Farbe von gemeinen Zeugen sindweggenommen worden, so sind die wenigen, wel-che übrig bleiben, feiner, und vermengen sich mitden gelben Theilen, welche der bloß holzigte oderso angesehene Theil giebet, davon denn ein vielfesteres Roth entstehet.

Durch alle sauren Dinge kann man das Ro-the dieses Holzes verschwinden machen; der Zeug,den man darinnen färbet, nimmt alsdcnn eineFarbe an, wie der Bauch der Hündinnen hak.Sie ist Heller oder dunkler, nachdem man sie we-nig oder mehr Zeit in der Brühe läßt, und isteine sehr feste Farbe.

Man sagt, die Färber von Ambosse hätteneine Art, die Farbe des Brasilicnholzcs fester zuwachen. Nachdem ihre Pinchinats von der Ro-the leichte sind gefärbt worden, bringet man siein eine Wicdcbrühe, daß sie also zweymal mitAlaun und Weinstein gesotten werden; daraufwird eine zulängliche Menge Arsenic und gebrann-te Weinhefen in die Brasüicnsuppe gethan, unddiese Färbe soll alsdenn den Proben widerstehen.Hch habe dieses Verfahren versucht, aber es istlyir nicht gelungen.

Wenn