Sechstes Kapitel.
Vom F u st e l. (*)
Holz des Firste! giebt eine orangirteFarbe ohne alle Festigkeit. Ordentlichwird es beym Schlechtfärben wie die Nußschalenoder die Wurzeln gebrauchet, ohne den Zeug an«zusieden, so daß bey seinem Gebrauche keineSchwierigkeit ist. Man vermengt es oft mit denNußschalen und der Wiede. Tabakfarben undAimmerfarben, und ähnliche Schattirungenzu machen. Aber dieses Holz ist als eine sehrüble Zuthat, denn seine Farbe vermehret allenGlanz, und den größten Theil ihrer gelben Schat-tirung in kurzen an der Luft.
Wenn man einen Zeug, der mit Fustel ge«färbt ist, in die Blauküpc bringet, so erhältman eine sehr unangenehme Dlivenfarbe, welcheder Luft nicht widerstehet, und in kurzem sehr häßrlich wird.
Ich habe schon erwähnt, daß man sich des Fustelin Languedoc bedienet, die Langoustefarben,welche man in die Levante schicket, zu verfertigen,
die
(*) Laste! oder Lastet; man verstehet darunter dasjenigeGelbholz, das man zuweilen auch mit dem Namen:Falsch Brastlienholz beleget — es wird von dem söge»nannten Gerberbaum 0^ us coi-iarm I..) erhalten. Eineandere Sorte Gelbholr liefert der Ivloi-nz nnAorlur, derhäufig auf den Antillischen Inseln wächst.