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Des Herrn Hellot's ... Färbekunst oder Unterricht Wolle und wollene Zeuge zu färben, nebst Vorschriften zu Prüfungen derselben durchs Absieden / Jean Hellot ; aus dem Französischen übersetzt und mit einer Anweisung zur Seidenfärberey versehen von Abraham Gotthelf Kästner
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394
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Z94 Von der Auflösung

alle farbigte Materie zulänglich aus; aber ganzanders verhält es sich von Seiten der Zeuge;Lie/e müssen zubereitet, und besonders vorgerich-tet werden.,' Wollte man es versuchen, dieseausgezogene Farben auf unzubereircte Zeuge zutragen, so wurde man gar bald sehen, daß sienichts als eine Besudelung machen würden, dienicht die geringste Dauer hat. Die Ursache da-von ist leicht einzusehen. Da das Wasser dienatürliche Auflösung dieser farbigten Materien ist,so muß das bloße Wasser hinlänglich seyn, dieFarben mit eben derjenigen Leichtigkeit von denZeugen abzunehmen, mit der es solche vorher ausden Jngrcdientien zog, in denen sie sich eigenthüm-lich befanden.

Man hat also auf Mittel sinnen müssen, denZeugen , welche man mit diesen Jngrcdienticnfärben will, eine beizende Kraft mitzutheilen, wo-durch der ausgezogenen Farbe gewissermaßen eineandere Natur gegeben, und die Leichtigkeit, mitder sie sich sonst im Wasser auflöset, benommenwird. Man hat endlich dieses Geheimniß glück-lich erfunden, indem man die färbenden Mate-rien mit verschiedenen Salzen durchbeizck, welchefähig sind, diese Wirkung hervor zu bringen, undunter welchen die Alaune unstreitig den vorzüg-lichsten Platz verdienet. Unterdessen setzen sichdoch nicht alle diese Farben mit gleicher Dauer-haftigkeit an, ob sie gleich alle durch eben die-selbe Beize beständig gemacht worden sind.

Einige Farben, und vornämlich die vorn bra-silischen und indianischen Holz und dem größten

Theil