Von Wekßniachung der Seide. 407
oder dreymal; alsdcnn stößt man ihn in einemMörser und gießt kochend Wasser darüber. Manlaßt alle grobe Theile des Indigo niederfallen undsich setzen, und gebraucht nur das Klare; diesesist es, was man blau nennet.
Von diesem Blau thut man etwas in dasSeifbad, welches zu der ersten Kochung be-stimmt ist.
Die Maaße ist nicht bestimmt: denn wenndie Seide nicht blaulicht genug ist, so kann manihr in de^ Weißmachung noch mehr Blauesgeben.
Wenn die Kochung vorüber ist, so hebt mandie Seide aus dem Kessel, nämlich man bringetsie nur halb heraus vermittelst der kleinen Stäbe,wie schon gesagt worden.
Die Taschen aber, anstatt sie auf die Erdeoder Tragbahre zu werfen, trägt man sie in einGefäß mit klarem Wasser.
Man macht die Tasche auf im Wasser, undzieht sie heraus, indem man die Seide hinein fal-len läßt. Man breitet die Seide an den Strickenaus; alsdenn nimmt man sie heraus, und legtsie auf die Tragbahre, welche quer über das Ge-säße geleget wird, damit alsdenn das Seifwasseraus der Seide dadurch in das Gefäße auskröpfle.Man kann dieses erste Seifwasser in den Kesselthun, worinnen die weiße Kochung geschehen ist,damit es zu einer andern Kochung diene. Manläßt das Gefäß aufs neue mit klarem Wasseranfüllen, worinnen man die weiße Seide abspü-let. Man läßt sie hernach abkräufcln, richtet
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