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Des Herrn Hellot's ... Färbekunst oder Unterricht Wolle und wollene Zeuge zu färben, nebst Vorschriften zu Prüfungen derselben durchs Absieden / Jean Hellot ; aus dem Französischen übersetzt und mit einer Anweisung zur Seidenfärberey versehen von Abraham Gotthelf Kästner
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421
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Vom Blauen. 421

Man ringet sie alsdcnn mit der Hand über-erKüpe mit aller möglichen Stärke, damit mannichts von dem Bade vcrliehrc. Man läßt siein den Händen abkühlen, um ihr das Grünezu benehmen, und wäscht sie sogleich in r ver-schiedenen Wassern, welche dem, der da arbeitet,in zwo Tonnen bey der Hand sind. Hat man siegewaschen, so muß man sie auf die Spitzen desWindestocks winden, um sie mit aller möglichenStärke zu drehen.

Man drehet auf die Art den Stock viermalso geschwind, als möglich, um. Nachdem esausgcrungcn ist, windet man es noch zwölfmalin der Mitte des Windestocks, um das wenigeWasser, welches ohnerachket der 4 Auswindun-gcn an einigen Stellen nur geblieben ist, allent-halben gleich in der Seide zu zertheilen. Manbreitet sie nach der Auswindung über die Stan-gen aus, um sie zu trocknen.

Sind die Stücken zu groß, so muß man denFaden, womit sie zusammen geknüpft sind, zer-reißen, um die Seide von einander zu machen.Dadurch verhindert man, daß sie unter demFaden nicht roth wird, welches geschieht, wennsie zusammen gepreßt ist. Dieses ist die Art, wo-mit man alle Stücke nach einander färbet.

Der Indigo, dessen sich die Seidenfärberzu bedienen pflegen, ist der kupfrichte Indigo, weilman an seiner Oberfläche ein Knpferroth wahr-nimmt. Unterdessen könnten sie sich verschiede-ner andern und bessern Arien von Indigo mitVortheil bedienen. Z. E. der Indigo von CadipDd z ist