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Des Herrn Hellot's ... Färbekunst oder Unterricht Wolle und wollene Zeuge zu färben, nebst Vorschriften zu Prüfungen derselben durchs Absieden / Jean Hellot ; aus dem Französischen übersetzt und mit einer Anweisung zur Seidenfärberey versehen von Abraham Gotthelf Kästner
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425
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Vom Blauen. 425

großem Theil Indigo hat, aber durch das vieleFärben geschwächt ist.

In einem Gefäße von der oben beschriebenenGröße kann die blaue Küpe von r Pfund bis zu10 Pfund zubereitet werden.

Im Blau unterscheidet man nicht mehr alsfünfGanungcn, nämlich: das Himmelblau, dasKönigsblau, das Bleich - oder Porrellainblau,das Mitrelblau, und das türkische oder vollstän.dige Blau. Diese Blaue aber haben allerseitswieder ihre besondern Schatkirungcn, welche manso sehr, als man will, vervielfältigen kann; dochhaben sie keine allgemeine Namen.

Weil der Indigo der Seide niemals genug-sam vollkommene Schattirung giebt, so kann dasDunkelblau nicht in der Küpe allein gemachtwerden, sondern man muß ihr vorher einen Grundgeben, das heißt, man muß der Seide erst eineFarbe mir Qrseille mittheilen, ehe man sie in dieKüpe bringt.

Dem türkischen Blau giebt man zuvor einstarkes Bad von zubereiteter Drscille, welchesman ausfolgende Gestalt zubereitet:

So bald die Seide aus der Kochung kömmt,muß sie aespülct werden; alsdenn benimmt manihr das Wasser, indem man sie auf dem Winde«siock windet, hernach thut man sie in ein heißesOrscillebad. Man ziehet sie darinnen, bis dieFache allenthalben egal ist; alsdenn wäscht mansie, klopft sie, richtet sie zu, und bringt sie in dieKüpe.

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