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Des Herrn Hellot's ... Färbekunst oder Unterricht Wolle und wollene Zeuge zu färben, nebst Vorschriften zu Prüfungen derselben durchs Absieden / Jean Hellot ; aus dem Französischen übersetzt und mit einer Anweisung zur Seidenfärberey versehen von Abraham Gotthelf Kästner
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441
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Vom Grünen. 441

färbe muß alsdenn im Flusse gewaschen und ge-klopfet werden.

Zchendes Kapitel.

Vom Grünen.

^^c>s Grün ist eine von Gelb und Blau zusam-mengelehee Farbe, und wird, wie die ge-wöhnlichen Farben, gekocht; nämlich man nimmt20 Pfund Seife gegen ioo Pfund Seide in derKochung.

Es giebt eine große Menge grüner Farben;wir wollen aber nur von den Hanprschatrirungenreden, und unser Augenmerk besonders auf dasVerfahren richten, das man bey den verschiedenenIngredienzen zu beobachten hat. Es giebt eineSchattirung, die man Meergrün nennt. Diesehat von der allerdunkclsten, nämlich der grasgrü-nen, bis zu der allerblässesten Schattirung, dieman Pistatiengrün nennet, einige zo verschiedeneVenennungen. Wenn man dieses Grün verferti-.gen will, so alount man die gekochte Seide sehrstark, man frischt sie im Flusse, und zertheilet siein kleine Stücke, die 4 oder 5 Unzen schwer sind.Dieß muß man deswegen thun, weil alle zumGrün bestimmte Seide einen gelben Grund habenmuß, und die Seide, wenn sie in kleine Stückenge-heilc ist, sich durchgängig gleich färbt. WelcheVollkommenheit besonders diejenige Seide habenE e 5 muß,