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Des Herrn Hellot's ... Färbekunst oder Unterricht Wolle und wollene Zeuge zu färben, nebst Vorschriften zu Prüfungen derselben durchs Absieden / Jean Hellot ; aus dem Französischen übersetzt und mit einer Anweisung zur Seidenfärberey versehen von Abraham Gotthelf Kästner
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458
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458 Von dem achten Ponceau,

die Säcke darinnen bewegen kann. Ist der Sackin einem solchen Gefäße, so wird er oben aufge-macht, und vermittelst eines Kreuzstockcs offengehalten. Man läßt alsdcnn aus einem vonden Hähnen, die sich in der Werkstatt befinden,Wasser in diese Oesfnung. Ist dieses geschehen,und schwimmt der Safran ganz im Wasser; sosteigt ein Mann, der mit Stiefeln versehen ist,auf den Sack, hält sich «i ein Seil, welchesoben an dem Balken feste angemacht ist, undtritt den Sack so lange mit seinen Füßen, bisder Safran von seiner gelben Farbe erschö-pfet i^.

Kann man aber diese gute Brunnenwassernicht haben, so muß man die Säcke in einenFluß tragen, dessen Grund gut und ohne Steineist. Alan wirft alsdenn die Säcke ins Wasser,bindet an das Ende eines jeden Sacks einen-Strick, und befestiget damit die Sacke an einemam Ufer cingcgrabenen Pfahl, damit sie nichtfortschwimmen können; dann steigt ein Manndarauf, und trampelt mit den Füßen darauf her-um. Die erste Art aber ist viel leichter und be-quemer. Von dem Gefäße, das wir- oben be-schrieben Haben, ist noch anzumerken, daß derBoden desselben etwas abhängig seyn muß, da-mit das Wasser, wenn es voll Farbe ist, vermit-telst eines am Boden angebrachten Zapfens ab-laufen kann. Dann wird neues Wasser hinzugethan, wiederum getrampelt und abgelassen,womit man fortfahret, bis der Safran gar nicht