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Des Herrn Hellot's ... Färbekunst oder Unterricht Wolle und wollene Zeuge zu färben, nebst Vorschriften zu Prüfungen derselben durchs Absieden / Jean Hellot ; aus dem Französischen übersetzt und mit einer Anweisung zur Seidenfärberey versehen von Abraham Gotthelf Kästner
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461
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Jncariiat und Kirschfarke. 461

Das Ponceauroth ist, die allerhöchste Farbe,die der Safran geben kann; und es werden im-wer 6 Bäder erfordert, ehe man sie zu diesemGrad der Höhe, nämlich zum Ponccau, bringenkann. Ist die Safranlauge schwach, so brauchtman auch mehr Bäder. Hak man die Farbe zuihrer Vollkommenheit gebracht, so ist noch eineVerrichtung übrig, nämlich, man muß der Far-be auch noch eine gewisse Lebhaftigkeit mittheilen.Dazu hat man folgendes zu beobachten:

Man läßt Wasser bis zum Kochen heiß ma-chen; wenn! es im Begriff ist, zu sieden, so gießtman es in ein Gefäß, und thut auf jeden EymeeWasser ohngefähr ein halb Nöfel Citronfaft hin-ein. Man drehet alsdenn die Seide in diesemCitronenbade sechs bis siebenmal um, wodurchsie denn einen großen Glanz empfängt. DiesesBad dient ihr auch zugleich mit zur Wäsche.Dann wird sie ausgerungen und getrocknet.

Das dunkel Kirschbraun und Incarnak berei-tet man just wie das Ponceau zu, außer daß mander Seide keinen Grund von Roucou zu gebenbraucht, indem man die Ponceaubäder zu die-sen Farben gebrauchen kann.

Die hellen Kirschfarben, die Fleischfarbeund die roscnrorhen ganzen Schattirungen wer-den in dem zweyten Abgelaufenen des Safransgefärbet. Sie werden übrigens wie das Pon-ceau gemacht. Die dunkelsten Farben färbt manallemal zuerst.

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