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Des Herrn Hellot's ... Färbekunst oder Unterricht Wolle und wollene Zeuge zu färben, nebst Vorschriften zu Prüfungen derselben durchs Absieden / Jean Hellot ; aus dem Französischen übersetzt und mit einer Anweisung zur Seidenfärberey versehen von Abraham Gotthelf Kästner
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464 Von dem unächten Ponceau.

brühe ein heißes Wasser, in welches man ein we-nig von dem Scifcnbade thue; man rechnet ct.wa 5 Maaß auf ZO Pfund Seide. Nachdemman alles gut durch einander gcrührct, so thutman die Seide hinein.

Man drehet die Seide in diesem Bade mitgehöriger Achtsamkeit um, damit sich die Farbedurchgängig egal in die Seide einziehe. Bemerktman, daß sie noch zu lichte iß, so gießt mannoch etwas Brasiliensaft dazu, bis die Farbe ih-re gehörige Schattirung bekömmt.

Alsdenn wird sie gewaschen, und wenn sienoch etwas Roth braucht, im Flusse ausgeklopft.

Um dieBrasilienfacbe brauner zu machen, sorhut inaii einen Theil von dem ausgezogenen Bra-silicnbadc heraus, und thut an dessen Stelle et-was vom frischen Brasilicnsafte hinein, den manvon der Seide anziehen läßt. Dann vermehrtman das Bad noch mit Saft vom indianischenHolze, mehr oder weniger, nachdem die Schar-kirung braun werden soll.

Die rochbraunc Farbe sowohl, von der wirschorr gehandelt haben, als auch diese braune Na-tinfarbc, haben die Eigenschaft, die Schattirungvon Incarnat und Ponceau bis zur Vollstän-digkeit zu bringen; da man im Gegentheil dieseGattungen von Braun mit dem Safran nichtvollkommen bewerkstelligen kann.

Der Brasiliensaft wird bey allen Farben, inwelche Brajilicnholz kommt, gebraucht, aber aufverschiedene Art?

Um