Vom »machten Violet. 47z
Wenn man dieser Schattirung die größteSchönheit geben will/ so zieht man sie nicht durchdie Küpe, weil sie dadetrch zu blau werden wür.dc, sondern man macht ein neu Bad. Mannimmt etwas von einer ganz frischen Küpe inlaulichtcs Wasser, und vermischt es mir Wein-sieinasche; dann rührt man es gleich durchein-ander. Es scheint erst ein wenig grünlichr; manzieht aber die Seide nicht eher durch, bis es an-fangt sein Grün zu vcrliehren, und blau zuwerden.
Pie Weinsicinasche, die in dieses Bad kommt,hilft die Qrseille blau machen; denn alles, wasalkalisch ist, hak überhaupt die Kraft, das Rothemehr violet zu machen. Man thut es nicht indas Orscillebad, denn wenn es mit ihm kochte, sok nnte cs einen Theil seiner Farbe zerstören.
Das Bad darf nicht heiß, sondern nur ganzlaulicht seyn, es würde widrigenfalls den Qrseille-grund schwächen. Man ringt alsdcnn die Seideüber dem Bade aus, und wenn dieß geschehenist, so läßt man sie auch auf dem Nagel aus-laufen. Sie wird nicht gewaschen, weil sie sonstden größten Theil von dem Blauen verlichrenwürde. Alödenn erwählt man sich einen verdeck-ten Ort, den die Luft nicht durchstreichen kann,um die Seide daselbst trocknen zu lassen, weil siedie Luft sonst ausziehen würde.
Die beste und schönste Art Qrseille wächst inden kanarischen Insuln, und wird Krautorseillegenennt; diese giebt eine sehr schöne Lilafarbe,aber sie ist, wie alle Farben dieser Arr, außeror-Gg S dentlich