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Des Herrn Hellot's ... Färbekunst oder Unterricht Wolle und wollene Zeuge zu färben, nebst Vorschriften zu Prüfungen derselben durchs Absieden / Jean Hellot ; aus dem Französischen übersetzt und mit einer Anweisung zur Seidenfärberey versehen von Abraham Gotthelf Kästner
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475
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Vom «nachten Violet. 475

Man kann die Abkochung vom indianischenHolze nicht gleich brauchen, denn sie würde eineunscheinbare und ungleiche Farbe geben; sondernman muß sie ein paar Tage stehen lasten. Mandarf aber auch nicht mehr machen, als man etwain einem Monat verbrauchen kann, weil sie in derLänge verdirbt.

Man macht auch noch ein Violet vom Bra.silien - und indianischen Holze zugleich. DiesesViolet ist weit schöner und röther, als das mitbloßem indianischen Holze verfertiget wird; dochist es nichts dauerhafter.

Um dieses Violet zu machen, nimmt manalaunte und im Fluß erfrischte Seide, und ziehtsie durch ein Bad von Brastlicnholz von dem ge-wöhnlichen Grad der Hitze; man mischt diese zweyfärbenden Ingredienzen mit Fleiß nicht zusam-men, weil sich die Farbe nicht gleich auflegenwürde.

Wenn nun die Seide die Brasilienfarbe ansich gezogen, so thut man alsdcnn das Abgekoch-te des indianischen Holzes dazu; man ziehet dieSeide durch: und wenn sie den erforderlichenGrad der Vollkommenheit hat, so thut man indas Bad ein wenig Weinstcinaschenlauge, umsie lebhaft zu machen, worauf man sie, wie ge-wöhnlich, wäscht- ausringt und auf die Stangenzum Trocknen bringt.

Es ist nicht willkührlich, oh man die Seidezuerst durch das Bad vom indianischen Holze,oder durch das Brasilienbad ziehet. Man mußbey dem Brasilicnholz anfangen, weil die Seide,

wenn