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Des Herrn Hellot's ... Färbekunst oder Unterricht Wolle und wollene Zeuge zu färben, nebst Vorschriften zu Prüfungen derselben durchs Absieden / Jean Hellot ; aus dem Französischen übersetzt und mit einer Anweisung zur Seidenfärberey versehen von Abraham Gotthelf Kästner
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und Weinhefenfarbe. 479

Wenn nun dieses Bad bereiter und von einergemäßigten Wärme ist, so zieht man die Seidedurch; und wenn sich die Farbe durchgängig auf.geleget hat, so ringt man sie mit der Hand aus,thut sie auf die Stöcke, und bereitet ein zweytesBad. Um nun die verlangte Schattirung zu er-halten , so theilt man die Quantität der drey fär-benden Ingredientien ein nach der verschiedenenWirkung, die sie im ersten Bade gehabt haben.

Die Castanienfarbc behandelt man eben so, alsdie Zimmtfarbe, außer daß man eine größerePortion von dem indianischen Holze, welchesdas Braun giebt, als von dem Brasilienholze da-zu nimmt,, welches letztere roth färbet. Vondem gelben Holze aber nimmt man nicht mehrund nicht weniger, indem es von allen beydenFarben den Grund macht.

Die Psiaumenbrühe. und Wcinhcfenfarbcnwerden wie die vorhergehenden zubereitet, mitdem einzigen Unterschiede, daß man die Quan-tität des gelben Holzes vermindert, und die vonden andern beyden Hölzern nach dem Grad derSchattirung, den man verlanget, erhöhet.

Man hat auch noch eine andere Methode, dieZimmk. und Castanienfarben zu verfertigen.

Wenn die Seife gekocht ist, so läßt man denMark von Roucou in derselben Seide, die manzur Kochung gebraucht, auflösen, indem mandie Seife in den Topf mit Roucou gießt. Nach-dem dieß Mark von Roucou eine Viertelstundegekocht, so läßt man das Bad sich setzen, undwendet die Seide in diesem Bade um, ohne sie

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