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Des Herrn Hellot's ... Färbekunst oder Unterricht Wolle und wollene Zeuge zu färben, nebst Vorschriften zu Prüfungen derselben durchs Absieden / Jean Hellot ; aus dem Französischen übersetzt und mit einer Anweisung zur Seidenfärberey versehen von Abraham Gotthelf Kästner
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504
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504 Von besondern Verfahrungsarten.

die Alaunauflösung gießt, um es 4 oder 5 Stundennach einander weichen zu lassen, aber nicht länger.Man zieht sie heraus, und wäscht sie verschiede-nemal im frischen Wasser. Wahrend der Wa-schung läßt ein Arbeiter in einem großen Gefäßeeine genügsame Menge Wasser kochen, worein ereine klnzc kaironAe (das ist ein Schwamm) feinpulvcrisirk auf jede Rotte Seide thut. Diese neueDecoclion läßt er eine halbe Stunde kochen; als«denn thut er io Unzen Cochenille, welches sieOuäsL nennen, fein gepudert auf jede RotteSeide dazu; das ist, 6 Pfund 4 Unzen Schar«lachwürmcr gegen io Rotten Seide.

Wenn er die Scharlachwürmer in das Badgethan hat, so nimmt er alles Feuer aus demOfen; alsdenn rührt er sachte rund herum miteinem Stocke, damit die Species gut durch ein«ander kommen. Wenn die Vermengung gut ge«macht ist, so gießt er sachte und neigungsweißekaltes Wasser in die Mitte des Beckens. Dieseshinein gegosiene Wasser kühlt nicht allein dieFarbe ab, sondern macht sie auch viel lebhafter.Alsdenn raucht man vier oder fünfmal die Seideein, und trägt Sorge, sie jedesmal zu ringen,wenn sie eingetaucht war, damit der Saft aus-gedruckt wird; hernach läßt man die Farbe noch-mals eine Viertelstunde kochen. Man nimmt,wie vorhin, das Feuer weg, um sie kühlen zulassen; alsdenn taucht man die Seide ein, mitder Sorgfalt und Vorsicht, sie jedesmal, nach-dem sie eingetaucht worden ist, wieder ausz »rin-gen. Nach dieser zwoten Färbung thut man die

Seide