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Des Herrn Hellot's ... Färbekunst oder Unterricht Wolle und wollene Zeuge zu färben, nebst Vorschriften zu Prüfungen derselben durchs Absieden / Jean Hellot ; aus dem Französischen übersetzt und mit einer Anweisung zur Seidenfärberey versehen von Abraham Gotthelf Kästner
Entstehung
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523
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Nachricht vom Roucou. 52z

Roucou machen will, die man Einwcichmuldennennt, und die Körner drey bis viermal hineinthut, woben sie ein wenig, ohugofähr ein Mife-rere lang, mir dem hölzernen Stempel geschla-gen werden. Nachgehcnds füllt man den Trogmit Wasser bis auf acht oder zchcn Daumen breitvon seinem Rande. Zu drey Faßchcn Körnergehören wohl fünf Fäßcben Wasser; das klärsteund lebendigste ist am besten. Man läßt sie we-nigstens acht Tage in dem Einwcichtroge, undrührt sie des Tages, zwcymal, jedesmal eine hal-be Viertelstunde mir einer hölzernen Hacke um.Nachdem sie lange genug in dem Einwcichtrogegeblieben sind, läßr man sie auf dem Troge durchgeflochtene Körbe gehen, damit alles Wasser unddie Körner hinein fallen; man bringt sie ln einenzwecrcn Trog, den man den Stampfcrog heißt,und 2er unren vier Daumen breit und dickeseyn muß.

Will man zu eben der Zeit neue Körner ein-weichen lassen, so muß man das Wasser aus demEinwcichtroge abgießen, welches das erstefer heißt, und es in einem andern Troge ver-wahren, um es in das zweyte und drjrre Wasserzum Sieden des Roucou einzutheilen.

Die Körner, die sich in dem Stampftrogebefinden, müssen eine gute Viertelstunde lang undnoch länger mir Srempfeln und starken Armenwohl gestampft werden, daß es die Körner alleempfinden. Nachgehcnds läßt man sie in ebendem Stampftroge, oder auch in einem andern,eine oder zwo Stunden in klarem Wasser, oder