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Des Herrn Hellot's ... Färbekunst oder Unterricht Wolle und wollene Zeuge zu färben, nebst Vorschriften zu Prüfungen derselben durchs Absieden / Jean Hellot ; aus dem Französischen übersetzt und mit einer Anweisung zur Seidenfärberey versehen von Abraham Gotthelf Kästner
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546
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546 Nachricht vom Indig.

die Güte des Erdreichs, nebst der Feuchtigkeitund der Wärme der Gegend, und dem häufigenThau, der alle Nächte fällt, eine erstaunlicheMenge Kräuter hervor bringt, die den Indiggänzlich ersticken, und verderben würden, wennman nicht höchst sorgfältig wäre, sobald etwaszum Vorschein kommt, solches auszugäten, unddie Pflanze außerordentlich rein zu halten. Oftveranlassen die Kräuter auch, daß sich eine ArtRaupen erzeuget, die in sehr weniger Zeit alleBlätter verzehret.

wie viel Zeit zu ihrer Reife erforderewird.

Nachdem die Pflanze aus der Erde herausist, brauchet sie nur zween Monate zu ih, r völ-ligen Reife, daß sie kann abgeschnitten werden.Wollte man länger warten, so würde sie blühen,ihre Blätter würden trockner und härter werden,und folglich weniger Farbethcilchen geben, unddie Farbe würde nicht so schön seyn.

Nachdem sie so das erstemal ist abgeschnittenworden, kann man die neuen Acste und Blätterimmer wieder abschneiden, welche die Pflanzevon sechs zu sechs Wochen hervor treibet, im Falledas Wetter regnicht ist, und man sich wohl inAcht nimmt, zu keiner trocknen Zeit zu schneiden,weil man alsdenn diePflanze unausbleiblich ver-derben würde, da man sie denn von neuem pflan-zen müßte. Wenn aber alles wohl abgewartetwird, so dauert die Pflanze zwey Jahre, wor-